Abwassergebühren sparen mit Gartenwasserzähler

Richterin hält Richterhammer

Wasser, das im Haushalt, also zum Beispiel über die Toilettenspülung, verbraucht wird, gelangt in die Kanalisation und muss danach gereinigt werden, wofür die Gemeinden eine Abwassergebühr verlangen. Diese fällt aber auch für Leitungswasser an, mit dem Gartenbesitzer ihre Blumen, ihren Rasen oder Salat gießen.

Ein Gartenwasserzähler hält fest, wieviel Leitungswasser ausschließlich für den Garten verwendet wird und dort versickert und hilft so, die Abwassergebühr für Leitungswasser zu reduzieren.
Wer Beete und Rasenflächen bewässert, nutzt dafür zwar Leitungswasser – sofern keine Zisterne vorhanden ist – verursacht dadurch jedoch kein schmutziges Abwasser, das teuer gereinigt werden muss. Indem sie zusätzlich zum Hauptwasserzähler im Haus einen Gartenwasserzähler installieren, können Hausbesitzer viel Geld sparen, denn der örtliche Versorger kürzt dann auf der Jahresabrechnung die Menge des angefallenen Schmutzwassers um die vom Zähler Garten gemessene Trinkwassermenge.


Da Wasserlieferanten immer örtliche Versorger und hoheitlich tätig sind, gibt es regional viele unterschiedliche Regelungen. Vor der Installation eines Gartenwasserzählers sollte deshalb zunächst beim zuständigen Wasserversorger nachgefragt werden. Er informiert dann, ob die Installation einer Wasseruhr im Garten erlaubt ist und ob es Bestimmungen gibt, wer sie einbauen muss. Auch über Vorschriften zur Kontrolle und Wartung sollte man sich gleichzeitig erkundigen.

Grundsätzlich muss ein Gartenwasserzähler hinter dem vorhandenen Wasserzähler angebracht werden, damit weiter das gesamt geflossene Wasser gemessen werden kann. Altbauten verfügen häufig über eine Wasseranschlussgrube, wo der Zähler montiert werden kann. Auch die Unterbringung im Keller an einer Stelle, an der Rohre einfach ins Freie geführt werden können, ist möglich. Bei neuen Bauten kann die Installation eines Gartenwasserzählers von Anfang an mit eingeplant werden.

Ist die selbständige Installation laut Wasserversorger erlaubt und mit ihm geklärt, können Gartenwasserzähler im Fachhandel und den meisten Baumärkten schon ab 17 Euro gekauft werden. Auch Anschlussverschraubungen, Dichtungen und bei Bedarf Verbindungsstücke gehören auf die Einkaufsliste.


Wer kein professioneller Heimwerker ist, sollte die Montage lieber dem Fachmann überlassen und gleich einen Installateur beauftragen. Dessen Leistung kostet normalerweise zwischen 80 und 150 Euro, in komplizierteren Fällen jedoch auch schonmal mehr. Er sorgt nicht nur für eine fachgerechte Montage, sondern meldet den Zähler meistens auch beim zuständigen Wasserversorger an.

Über den Author

Michael Schäfer

Immobilienmakler & Immobilienkaufmann


Michael Schäfer arbeitet als selbstständiger Immobilienkaufmann im RE/MAX Immobilien Kontor Saarlouis. Mit seinem Fachwissen verfasst er Beiträge in allen Bereichen der Immobilienbranche, die von vielen Abonnenten gelesen werden.